Gleichstellung sichtbar machen: Stimmen der HNEE zum Internationalen Frauentag und Frauenstreik
Rund um den Internationalen Frauentag, 8. März 2026 und den Globalen Frauenstreik, am 9. März 2026 haben Mitglieder und Angehörige der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) ihre Perspektiven auf Gleichstellung in Wissenschaft und Gesellschaft geteilt.
Frauenstreik in der LH Potsdam
Frauenstreik in Eberswalde
Frauenstreik in Eberswalde
Frauenstreik in Eberswalde
Claudia Lenz – Mitglied im Senat als Stellv. Vorsitzende für Gleichstellung beim Tatort Lücke in Eberswalde
Frauenstreik in Eberswalde
Anja Stache – Personalrätin
Frauenstreik in der LH Potsdam
Prof. Dr. Eva Saliu – Vizepräsidentin für Forschung und Transfer
Prof. Dr. Britta Gossel in Kopenhagen
Jenny Pöller im rbb am 07.03.2026
Der Internationale Frauentag erinnert weltweit an Fortschritte auf dem Weg zur Gleichberechtigung – und zugleich daran, dass echte Gleichstellung noch nicht erreicht ist. Der anschließende Globale Frauenstreik macht darauf aufmerksam, wie stark strukturelle Ungleichheiten weiterhin den Alltag vieler Frauen prägen.
Auch an der HNEE haben Kolleginnen und Kollegen diese Tage zum Anlass genommen, ihre Perspektiven auf Gleichstellung, Sichtbarkeit und strukturelle Veränderungen in Wissenschaft und Gesellschaft zu teilen.
Prof.in Dr. Eva Saliu, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer, betont: „Gleichstellung bedeutet für mich, den Sollwert zu korrigieren. In meiner Arbeit als Vizepräsidentin sind das Kleinigkeiten und Selbstverständlichkeiten wie gendergerechte Sprache bis hin zu strategischen Strukturveränderungen für mehr Gendergerechtigkeit.“ Für sie bedeutet Engagement am Frauenstreiktag vor allem, die eigene Arbeit bewusst für strukturelle Veränderungen einzusetzen: „Am Tag des Globalen Frauenstreiks habe ich mich bewusst gegen das Streiken im klassischen Sinne entschieden und meine Arbeitszeit genutzt, um Strukturen für mehr Gleichstellung zu schaffen.“
Auch Prof.in Dr. Britta Gossel, Leiterin der Graduate School, unterstreicht die Bedeutung von Sichtbarkeit weiblicher Vorbilder: „Wissenschaft ist noch nicht weiblich genug in Deutschland. Deshalb ist es wichtig, dass weibliche Vorbilder sichtbar und erreichbar sind.“
Aus Sicht der zentralen Gleichstellungsbeauftragten Jenny Pöller bleibt der Internationale Frauentag weiterhin hochaktuell: „Frauen sind hervorragend qualifiziert und stark im Studium und im wissenschaftlichen Nachwuchs vertreten – doch je höher die Karrierestufen werden, desto geringer wird ihr Anteil.“ Gleichstellung ist daher auch eine zentrale Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung: „Nachhaltigkeit bedeutet auch, Talente sichtbar zu machen, Potenziale zu fördern und gerechte Teilhabe an Verantwortung und Entscheidung zu ermöglichen.“
Prof. Dr. Jens Pape, Leitung des Departments Landschaft – Gesellschaft – Wirtschaft, betont in diesem Zusammenhang die besondere Verantwortung von Hochschulen: „Der Internationale Frauentag erinnert daran, wie wichtig Chancengleichheit und Vielfalt für Wissenschaft und Innovation sind. Wissenschaftliche Exzellenz lebt von Vielfalt, unterschiedlichen Perspektiven und gleichen Chancen. An unserem Department Landschaft – Gesellschaft – Wirtschaft der HNEE sehen wir es daher als unsere Verantwortung an, Rahmenbedingungen zu schaffen, um Gleichstellung in allen Karrierephasen zu fördern und Möglichkeiten zu geben, Forschung, Lehre und wissenschaftliche Führung aktiv mitzugestalten. Der Weg zu echter Gleichstellung ist noch nicht abgeschlossen – ihn konsequent weiterzugehen bleibt eine zentrale Aufgabe für und in der Wissenschaft und Gesellschaft.“
Die Stimmen zeigen: Gleichstellung ist kein einmaliges Ereignis, sondern eine kontinuierliche Aufgabe – in Wissenschaft, Gesellschaft und Hochschulstrukturen.