Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
•••
Menü

Züchterische Erschließung und Nutzbarmachung pflanzengenetischer Ressourcen durch on-farm/in-situ Erhaltung und Positionierung von Produkten im Bio-Lebensmitteleinzelhandel (ZenPGR)

Laufzeit: 01.12.2017-30.11.2022

ZenPGR_Buschbohne_Zuckerspargel_VERN

© VERN e.V. 2020


Neuigkeiten aus dem Projekt: Sortenschätze erstmalig im Bio-Supermarkt für mehr Vielfalt auf dem Acker und dem Teller

Rundes Gelbes, Purple Plum oder Marner Halanga –  das sind die Namen der Sortenschätze, der fast verloren gegangenen Gemüsesorten, die ihren Weg von der Saatgut-Genbank in den Bio-Supermarkt gefunden haben und nun erstmalig im Bio-Lebensmitteleinzelhandel der BIO COMPANY entdeckt werden können!

In einer gemeinschaftlichen Vermarktungsaktion im POPUP-Store der BIO COMPANY (Yorckstraße 37, 10965 Berlin) werden vom 7.6. bis 12.6.2021 jeweils 15 - 19 Uhr Radieschen und Rote Bete der Sorten Scarlett Turnip White Tip, Rundes Gelbes, Purple Plum, Crimson Globe, Marner Halanga und Mobile angeboten. Das Farbspektrum dieser alten Gemüsesorten reicht vom kräftigen Rot über Gelb bis hin zu Violett, der Geschmack von Schärfe bis hin zu milder Süße. Sowohl Saatgut als auch Gemüse stammen von den Betrieben des SaatGut-Erhalter-Netzwerks aus der Region. Parallel zur Vermarktungsaktion findet eine Kund*innen-Befragung statt. Wir freuen uns über einen interessanten Austausch und eine rege Teilnahme!

Die Pressemitteilung zur Vermarktungsaktion gibt's hier.


Neuigkeiten aus dem Projekt: Alte Gemüsesorten und das SaatGut-Erhalter-Netzwerk Ost zur Woche der Umwelt 2021

Am 10. und 11. Juni 2021 stellt sich das Forschungsprojekt ZenPGR mit dem SaatGut-Erhalter-Netzwerk und den Sortenschätzen zur diesjährigen Woche der Umwelt 2021 digital vor. Unter dem Motto "So geht Zukunft" eröffnet Bundespräsident Frank Walter-Steinmeier in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) die Veranstaltung mit einer Live-Übertragung vom Schloss Bellevue. Im Anschluss wird der digitale Raum für innovative, zukunftsfähige Projekte und ein vielfältiges Programm mit Vorträgen und Diskussionen eröffnet.

Mehr Infos und das gesamte Programm gibt's auf der Website der Woche der Umwelt 2021.


Projekthintergrund

In der Landwirtschaft ist ein besorgniserregender Rückgang der biologischen Vielfalt festzustellen. Zu den Ursachen gehören u.a. die Standardisierung von Anbausystemen, Produktionsstandards und eine Vereinheitlichung der angebauten Sorten.

Dabei stellt die genetische Vielfalt genutzter Arten die Grundlage dar, mit deren Hilfe Landwirt*innen und Züchter*innen auf neue gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen reagieren können. Ein Ansatz, um den Verlust dieser genetischen Vielfalt zu begegnen, ist die on-farm Erhaltung alter bzw. traditioneller Sorten. Daran angelehnt ist das Konzept „Erhalt durch Nutzen“, also der Schutz alter Sorten durch ihre Vermarktung - was wiederum eine verstärkte Nachfrage auf Verbraucher*innenseite erfordert.


Projektziele

Übergeordnetes Ziel des Vorhabens ist die Erschließung neuer Potenziale für die Gemüsezüchtung aus alten, nicht mehr auf dem europäischen Saatgutmarkt verfügbaren Gemüsesorten. Auf diese Weise sollen alte Gemüsesorten on-farm, also auf Betrieben, erhalten und sowohl der Züchtung als auch Verbraucher*innen wieder zugänglich gemacht werden.

Im Rahmen der ersten Projektphase (12/2017-11/2020) entwickelte und erprobte die HNEE zur Unterstützung der Vermarktung alter Sorten im Bio-Lebensmitteleinzelhandel ein geeignetes Kommunikationskonzept zur wirkungsvollen Kommunikation über den Wert alter Sorten unter Berücksichtigung von Verbraucher*innen-Präferenzen. Das Kommunikationskonzept wird in der zweiten Projektphase (12/2020-11/2022) durch einen Online-Auftritt als Informations- und Vernetzungsplattform zur Zucht, Erhaltung und Vermehrung alter Sorten ergänzt.

In der ersten Projektphase wurde bereits deutlich, dass eine Mehrzahlungsbereitschaft unter Verbraucher*innen für alte Sorten nur begrenzt vorhanden ist. Zum Aufbau einer langfristigen Finanzierung der Erhaltungszüchtung und damit eines wirtschaftlich tragfähigen Konzepts für den Erhalt alter Sorten müssen weitere Finanzierungsbausteine erarbeitet werden. Die HNEE untersucht daher im Rahmen der zweiten Projektphase (12/2020-11/2022) die Eignung bürgerschaftlicher Finanzierungsmodelle zur Co-Finanzierung der Zucht, Erhaltung und Vermehrung alter Sorten für Samenbaubetriebe und Erhaltungsorganisationen sowie für Verbraucher*innen als potentielle Finanziers.

Eine ausführliche Projektbeschreibung der ersten Projektphase gibt es hier und den Infoflyer für die erste Projektphase hier zum Download.


Projektergebnisse

Veröffentlichungen, Vorträge und Poster, die im Rahmen des Projektes bisher entstanden sind, sind hier zu finden. Weitere Projektergebnisse folgen zeitnah.


Medienspiegel

FÖL e.V. (April 2021): "Sorten­schätze im Bio-Supermarkt für mehr Vielfalt auf dem Acker und dem Teller"

nova-Institut GmbH, Stiftung Rheinische Kulturlandschaft (März 2021): "Wertschöpfung mit alten Sorten und alten Rassen - Erfolgsgeschichten und Erfolgsfaktoren"

Business Insider (20.06.2020): "Alte Sorten haben ein gutes Image: Warum vergessene Gemüsesorten ein Comeback im Biomarkt erleben könnten"

RBB Antenne Brandenburg (08.06.2020): "Wie Forscher alte Gemüsesorten wiederbeleben wollen" 

Ackerdemiker.in (03.06.2020): "Zu Tisch bei Josephine Lauterbach – Klappe die 2."

BauernZeitung (22.5.2020): "Mit alten Sorten an die Kunden"

RBB Antenne Brandenburg (22.05.2020): "Altes Gemüse im neuen Glanz"

Newsletter zur biologischen Vielfalt (22.05.2020): "Sortenschätze im Ladenregal"

BioPress (18.05.2020): "Vergessene Sorten im Hofladen"

Gabot (16.05.2020): "Berlin: Vergessene Gemüsesorten bereichern Ladenregale"

Food Monitor (15.05.2020): "Botschafter der Vielfalt: Vergessene Gemüsesorten bereichern ab Juni in Berlin Anbau und Ladenregale"

Pressemitteilung HNEE (14.05.2020): "Sortenschätze: Vergessene Gemüsesorten bereichern ab Juni in Berlin Anbau und Ladenregale"

Berliner Zeitung (30.04.2020):"Alte Gemüsesorten gegen den Klimawandel"

ZenPGR auf der Grünen Woche 2020 (21.01.2020): "#BiologischeVielfalt erhalten (Tweet HNEE)"

MOZ (10.09.2019): "Das Runde Gelbe kehrt zurück"

Pressemitteilung HNEE (26.08.2019): "Riesen Säbel im Supermarkt: Von der Wiederentdeckung vergessener Gemüsesorten"

Ackerdemiker.in (20.11.2018): "Zu Tisch bei ... Josephine Lauterbach"


Projekteindrücke

Netzwerktreffen

Netzwerktreffen1

IMG_6869_MarnerHalanga_ab














DSC_1648
DSC_1646

DSC_1611



Ansprechpartnerinnen



Projektpartner

Logo_HU_bunt_dt_web

Humboldt-Universität zu Berlin




Dieses Vorhaben wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

bmel_boeln_foerderzusatz_1000x459